Jahrshauptversammlung 2019

19. Januar 2019
Presse Verein
Unter anderem zum Brand eines leerstehenden landwirtschaftlichen Anwesens in Hubmannsegg wurde die Feuerwehr Weißensee vergangenes Jahr gerufen. Archivfoto: Heinz Sturm

Kleinvieh macht auch Mist

Jahresversammlung Die Feuerwehr Weißensee hat 2018 keine großen, aber reichlich kleinere Einsätze. Sie reichen von einem Dachstuhl- über einen Heckenbrand bis hin zur Tierbergung. Und eine größere Aktion mit Farbe

 Weißensee Ein eher ruhiges Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Weißensee 2018 erlebt. Jedoch, so Vorsitzender Markus Köpf, „isch übers Johr doch so einiges z’eme komme“. Etwas umfangreicher war der Kommandantenbericht von Bernhard Schneider, der nicht unbedingt von spektakulären Einsätzen zu berichten hatte. Aber nach dem Grundsatz „Kleinvieh macht auch Mist“ kamen doch insgesamt 256 Einsatzstunden aufgrund von Alarmierungen zusammen.

Dass übers Jahr einiges zusammenkommt, konnte dem Schriftführerbericht von Simone Dopfer entnommen werden. Ausschusssitzungen, Besuche bei befreundeten Feuerwehren, die Organisation des Preisschafkopfens, einer Grillfete oder des Weihnachtsmarkts waren nur einige Fixpunkte im abgelaufenen Jahr. Dazu war der Ausflug nach Salzburg über zwei Tage eine willkommene Abwechslung innerhalb des Vereinslebens.

Kommandanten Bernhard Schneider verwies auf 256 Einsatzstunden aufgrund von Alarmierungen und 75 Einsatzstunden für freiwillige Tätigkeiten. Letztere waren Sicherungsmaßnahmen bei der Erstkommunion, der Fronleichnamsprozession, beim Erntedankfest und am Volkstrauertag. Die Alarmierungen beinhalteten unter anderem das Ausleuchten des Uferbereichs am Weißensee aufgrund einer Vermisstensuche, einen Dachstuhlbrand bei einem leer stehenden Anwesen in Hubmannsegg, eine Tierbergung sowie das Löschen einer Hecke, die aufgrund von Teerarbeiten Feuer gefangen hatte. Dass das ganze Jahr über Übungen stattfinden, konnte der Statistik entnommen werden. Neben Einsatzübungen mit den Wehren aus Hopfen und Füssen wurden verschiedene interne Übungen wie für den Atemschutz, zur Unfallverhütung, im Funkverkehr und zur Technischen Hilfeleistung absolviert.

Eine größere freiwillige Aktion war der neue Anstrich der Fassade des Feuerwehrhauses, die laut Schneider „wieder einmal auf Vordermann gebracht werden musste“. Hierfür wurden rund 200 Arbeitsstunden investiert. Insgesamt leisten derzeit 50 Personen aktiven ehrenamtlichen Feuerwehrdienst, davon sind drei weiblich. Der ausgeglichene Finanzbericht des Kassier Florian Schneider fand die Zustimmung der Versammlung und er bekam wie der gesamte Vorstand die Entlastung der Versammlung.

Iacob lobt vorbildliche Arbeit

Den Dank der Stadt überbrachte Bürgermeister Paul Iacob, der die vorbildliche Zusammenarbeit als ein gutes Zeichen im Vereinsleben deutete. Er attestierte den Verantwortlichen eine funktionierende Zusammenarbeit mit der Stadt und versprach, dass die Kommune auch weiterhin eine gute Ausbildung und modernes Einsatzmaterial unterstützt. Kreisbrandmeister Robert Unterreiner dankte im Namen der Kreisbrandinspektion. Er regte die Teilnahme an weiterführenden Ausbildungskursen an, die letztendlich der gesamten Wehr zugute kommen. Er lobte außerdem die Wehr für ihre Bereitschaft, sich immer wieder ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. (cl)

 

 

Quelle: Allgäuer Zeitung vom 18. Januar 2019